tourenski.tv 14. Hochkönig Erztrophy Individual und Deutsche Meisterschaft 2018
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14. Hochkönig Erztrophy Individual und Deutsche Meisterschaft 2018

Veröffentlicht von tourenski.tv
Die 14. Auflage der Hochkönig Erztrophy lockt an diesem Rennwochenende von 2.-4.2.2018 insgesamt 238 Starter aus zwölf Nationen nach Bischofshofen - ein neuer Teilnehmerrekord

Heute Sonntag, am dritten Wettkampftag, stand das Individual Race am Programm, eine Herausforderung für alle Teilnehmer, da die Streckenführung rein im alpinen Gelände hoch hinauf zu den berühmtem Mandlwänden verläuft. Auf den starken Schneefall von gestern folgten heute perfekte Bedingungen, die Organisatoren und Mitarbeiter der Hochkönig Erztrophy rund um den SC Bischofshofen boten den Athleten, nach umfangreicher Streckenpräparation seit den frühen Morgenstunden, ein Rennen wie im schönsten Wintermärchen, inklusive Tiefschneeabfahrten. Das herausragende Niveau der Hochkönig Erztrophy kam heute wieder deutlich zum Vorschein, weshalb das Rennen zu Recht eine Veranstaltung im SKIMO Alpencup ist, einer Kooperation der drei hochwertigsten Wettkämpfe Österreichs, Deutschlands und Südtirols. Wobei die Erztrophy

noch höher hinaus will: Das Rennen soll 2020 als

 

ISMF Weltcup ausgetragen werden! Dieses Rennwochenende wurde daher für die kommende Weltcup-Vergabe von der ISMF genau beobachtet.

Dabei zeigte sich die Hochkönig Erztrophy heute von ihrer besten Seite und war auch sportlich an Spannung kaum zu überbieten. Sah es zu Beginn noch nach einem Alleingang von Toni Palzer (GER) aus, so mischten sich nach einem Sturz von Palzer die Karten neu und der Salzburger Jakob Herrmann holte sich letztendlich auf der 1.660 Hm umfassenden Strecke, bestehend aus insgesamt 5 Anstiegen inklusive Tragepassagen, in einer Zeit von 1:20:39,39 mit nur 14 Sekunden Vorsprung den Sieg. Auf Rang 3 landet der Salzburger Stefan Steiner. Jakob Herrmann zeigt sich mehr als zufrieden: „Nach bereits zwei Wettkämpfen in den vergangenen Tagen war ich zu Beginn etwas müde und konnte nicht mehr voll auf Druck gehen. Als ich aber gesehen habe, dass Toni etwas nachlässt, witterte ich meine Chance. Während er seinen, beim Sturz gebrochenen, Ski wechselte, konnte im letzten Anstieg an ihm vorbei ziehen und so viel Vorsprung raus holen, dass sich der Sieg gut ausging, was mich nach dem ersten Platz im gestrigen Vertical sehr freut.“

Der zweitplatzierte Toni Palzer, Deutscher Meister Individual gratuliert Jakob Herrmann zum Sieg: „Nach einem guten ersten Anstieg mit viel Vorsprung habe ich bei der Abfahrt eine Bachverbauung übersehen und bin einige Meter weit unten im Bach gelandet. Ich bin sehr froh, dass außer einem gebrochenen Ski nichts passiert ist, das hätte viel schlimmer ausgehen können! Durch den Sturz war ich etwas angeschlagen und schwindlig, zusätzlich könnte ich auch den unter der Bindung gebrochenen Ski nicht gleich austauschen und ich musste Tempo raus nehmen. Beim letzten Anstieg hab von meinem Vater einen neuen Ski bekommen und konnte noch etwas aufholen. Jakob hat aber dazwischen derart viel Tempo gemacht, dass ich ihn nicht mehr einholen konnte. Gratulation an ihn, er ist ein würdiger Sieger des Rennes!“ Bei den Damen gelang der Salzburgerin Michaela Essl ein deutlicher Start-Ziel Sieg. Die Salzburgerin gewann in einer Zeit von 1:16:53,78 mit einem Vorsprung von rund 2 Minuten nach dem Spint am Freitag nun auch das heutige Individual. Rang 2 ging an die Salzburgerin Veronika Mayerhofer vor der Steirerin Johanna Erhart. „Die anspruchsvolle und alpine Strecke lag mir sehr, vor allem im letzten Anstieg bin ich noch richtig gut rein gekommen. Zwei Siege bei drei Rennen – was will man mehr“, so Michaela Essl glücklich im Ziel. 

Die Siege in der Mastersklasse gingen an den Salzburger Lokalmatador Markus Stock und Rowi Frank (GER) bei den Damen. In den Nachwuchsklassen gab es ähnlich wie gestern ein international bunt gemischtes Siegerpodest: Lukas Simoner (Steiermark, Schüler), Andreas Mayer (Kirchdorf/Tirol, Cadet), Theresa Grassl (GER, Junior) und George Coltea (ROM, Junior). Zuzana Rychlikova, ISMF Beobachterin, gibt für die Veranstaltung positives Feedback: „Der internationale Verband ISMF ist immer auf der Suche nach neuen und innovativen Weltcup Veranstaltungsorten, Bischofshofen könnte ein zukünftiger Schauplatz werden. Nicht nur die Location ist hervorragend, sondern auch das Organisationsteam zeigte an diesem Wochenende, dass sie Profis in ihrem Fach sind und für neue Herausforderungen offen sind. Die Zusammenarbeit war sehr gut, ebenso wie die Bedingungen bei den Rennen. Kleinigkeiten, die für eine Weltcup Veranstaltung noch zu ändern sind, dürften kein Problem für das gut organisierte Team sein – die ISMF scheint mit der Hochkönig Erztrophy einen guten Bewerber für zukünftige Weltcup Veranstaltungen gefunden zu haben.“

Karl Posch, Organisator des Alpencups gibt ein positives Resümee nach dem ersten Rennwochenende: „Der Alpencup ist ein Vorzeigebeispiel für eine hervorragende Zusammenarbeit verschiedener Veranstaltungen, die - wie man sieht - auch übernational passieren kann. Umso erfreulicher ist es, dass nun auch der Weg in Richtung Weltcup eingeschlagen ist. Wir bleiben dran!“

Das nächste Veranstaltungswochenende im Alpencup steht bereits in zwei Wochen bevor (17.- 18.2.2018) und führt die Athleten nach Berchtesgaden (GER) zum Jennerstier, bei dem ein Sprint und ein Vertical Rennen am Programm stehen. 

Autor: Anna Spielbüchler, Sport Consult – Inhaber Karl Posch Bild: Karl Posch

 

 

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